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Headhunter – Auf der Jagd nach qualifiziertem Personal

Wenn in großen Unternehmen Arbeitsplätze frei werden, steht das Management vor der Aufgabe die bestmögliche Neubesetzung zu finden. Dies ist mit einer Vielzahl an Schwierigkeiten verbunden, die mit der Sichtung qualifizierter Bewerber auf einem unüberschaubaren Arbeitsmarkt beginnen und mit der Einarbeitung abschließen. Alles in allem handelt es sich dabei um einen langwierigen, zeitaufwendigen Prozess, der gern in die Hände sogenannter Headhunter abgegeben wird. Diese Personalberater arbeiten in der Zeit auf Honorarbasis und sind darauf spezialisiert die passenden Fachkräfte für ein Unternehmen ausfindig zu machen und anzuwerben.

Zahlen und Fakten über die Branche

Das Headhunting ist eine sehr lukrative Branche, die stetig wächst. Die Einnahmen solcher Dienstleister ist seit dem letzten Jahr um ein Viertel angestiegen. Die meisten Personalberater haben Unternehmen gegründet oder sind in solchen angestellt. Es gibt jedoch auch selbstständige Headhunter, die ihren Weg unabhängig von einem Firmennamen beschreiten. Diese kleineren Dienstleister haben es in der Regel aber viel schwerer auf dem Markt Fuß zu fassen.

Ganz entgegen des Klischees werden Headhunter nicht nur eingesetzt, um Positionen in Führungsebenen zu besetzen. Auch für die Vermittlung qualifizierter Kräfte aus speziellen Fachgebieten wird die Hilfe der Personalberater angefordert.

Das A und O der Arbeit als Headhunter ist die uneingeschränkte Diskretion, die sowohl den Mandanten, als auch den Kandidaten zu Gute kommt. Für ihre diskrete und effektive Vermittlungsarbeit verlangen die Dienstleister jedoch hohe Summen, die je nach Größe des Headhunters und je nach Größe des Unternehmens, für das er arbeitet, schwanken können.

Die berechneten Honorare, für eine erfolgreiche Jagd nach qualifizierten Arbeitskräften, können sich dabei nach zwei Anhaltspunkten richten. Einerseits wird häufig ein Drittel des Jahreslohns der eingestellten Fachkraft berechnet. Eine andere Option ist die Berechnung des Honorars nach Aufwand und Schwierigkeitsgrad der Personalsuche. Dabei liegt das endgültige Honorar gerade bei großen Headhunter-Firmen nur selten unter 40 000 Euro pro Auftrag. Ausgezahlt werden die jeweiligen Summen erst nach einer erfolgreichen Vermittlung.

Das führende Unternehmen der deutschen Headhunter-Branche ist die Firma Egon Zehnder. In einem Jahr erreicht die Firma einen Honorarsatz von über 83 Mio. Euro. Das nächst größte Unternehmen erreicht lediglich ein Jahres-Honorar von rund 30 Mio. Euro.

Bewerbung beim Headhunter

Zwar begeben sich Headhunter eigenständig auf die Suche nach geeignetem Personal für Mandanten, allerdings ist eine Initiativ-Bewerbung von Seiten der Kandidaten auch nicht falsch. Bei Personalberatern gehen wöchentlich über 40 Bewerbungen ein, die eine Vermittlung an Unternehmen erbitten. Die große Nachfrage ist nicht verwunderlich, da Headhunter jährlich 70.000 offene Stellen in hochrangigen Unternehmen vermitteln und besetzen. Um in das Beuteschema eines Headhunters zu fallen und sich interessant zu machen sollte man trotzdem über einige essenzielle Anhaltspunkte im Lebenslauf verfügen.

Meist ist ein Hochschulabschluss für Bewerber unerlässlich. Allerdings übernehmen nur wenige Personalberater die Vermittlung von Hochschulabgängern. Eine höhere Chance vermittelt zu werden haben Kandidaten mit einer Berufserfahrung von mindestens 2 bis 3 Jahren.

Erhöht wird diese Chance dann, wenn der Kandidat aus einem sehr gefragten Fachbereich kommt. Unter diesen Bedingungen ist die Wahrscheinlichkeit einer Vermittlung besonders hoch.

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5 comments

  1. Da ich selber Wirtschaftsinformatik studiert habe und auch einige Jahre in einer IT-Unternehmensberatung gearbeitet habe, habe ich öfters mit Headhuntern Kontakt gehabt, da man auf Xing in der Branche sehr häufig Angebote erhält, da die Nachfrage nach geeigneten Kräften dort sehr groß ist. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir meine Arbeitgeber immer lieber selbst ausgesucht habe, wobei man natürlich eine gute Verhandlungsposition für das Gehalt hat, wenn man angeworben wird.

  2. Headhunter werden vor allem in der IT-Branche immer wichtiger. Kleinanzeigen haben uns noch nie einen guten Mitarbeiter an Land ziehen können. Aber gerade für junge Unternehmen sind das zum Teil Kosten, die nicht immer zur Verfügung gestellt werden können.

  3. Der Artikel hat mir sehr gefallen. Im Großteil bin ich mit dem Autor einverstanden. Ich schlage auch allerdings vor, die Webseite Elfisanta.de zu besuchen, wo man mehr wertvolle Informationen zum Thema Musterarbeiten finden kann.

  4. Wer einmal in den „Genuss“ von ausgiebigem Headhunter-Kontakt kommen will muss sich nur ein Profil auf Linkedin anlegen. Als IT-ler hat man bereits nach wenigen Monaten dermaßen die Schn… voll dass man sich freiwillig wieder abmeldet.
    Den Headhunter geht es gerne mal nur um die Kontaktvermittlung und nicht um nachhaltige und passende Jobs.
    Ich suche mir ebenfalls meine Jobs gerne selber aus.

  5. Wirklich schockierend, wie schnell man auch in der heutigen Zeit noch seinen Job verlieren kann… Also ich dachte wirklich immer, dass das so einfach nicht möglich ist, aber sicher ist ja gar nichts mehr!

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